Biografie
NATACHA Short Facts
Natacha veröffentlichte als erste Schweizer Künstlerin ein Mundart-Album. Mit "Keini Gränze" und dem Nachfolgewerk "Orlando" schrieb die Bernerin Schweizer Rockmusikgeschichte. Mit "Stärntaler", produziert von Tony Carey in München und Frankfurt, gelang ihr als erste Mundartkünstlerin den Einstieg in die Schweizer Albumcharts von 0 direkt auf Platz 1. Äusserst erfolgreiche Alben folgten: "Venezia" mit dem Smash Hit "Banderas", das Album "Imago" mit dem Hit "Sölli, Sölli nid", das Album "Natacha 2000", "Kuss" mit dem Hit "Sorry", "Gschpüre" mit "Villich" bis zu "Greatest Hits 07". Die veröffentlichten Alben wurden durchwegs ausgezeichnet. Songs wie "Schwäfelhölzli", "Niemmer Weis", "Orlando" und "I wär so gärn" sind mittlerweile Kult.
NATACHA ist STARTKLAR!
"Das neue Album von Natacha ist der musikalische Ausdruck eines kraftvollen, energiegeladenen und positiven Lebensgefühls", schreibt die Plattenfirma zum Vorgeschmack auf die Platte. "Dieser Song widerspiegelt Freude Mut und Zuversicht." Im Song singt die Bernerin: "Mit em Muet vorus, renn i vou hingerdry, i weiss sisch richtig, wiu i wett bider sy, u s' isch Zyt das me läbt, so wie me wott – i bi am Start u gloube a üs".
Der Promotext zitiert die Sängerin mit den Worten: "Startklar heisst für mich, Neues anzupacken, nicht zu zögern, mit vollem Einsatz und offenem ‚Härz’ voranzugehn!"
Qualität, weibliche Power und schwere Gitarren
Anderthalb Jahre nach ihrer erfolgreichen Greatest Hits-CD meldet sich Natacha zurück: die Berner Rocklady überrascht auf ihrem zehnten Album, das folgerichtig "N° 10" heisst, mit hart rockenden Gitarren und Melodien, die sich nicht so rasch aus den Gehörgängen vertreiben lassen. Mit anderen Worten: Natacha liefert einmal mehr Qualitätsarbeit ab, die in Sachen Mundartrock Massstäbe setzt.
Dass sie rundum glücklich ist, muss nicht extra betont werden. Ihr Strahlen ist ansteckend, man fühlt sich in ihrer Gesellschaft wohl. "Ich habe absolut keinen Grund zur Klage, wieso auch", freut sich Natacha. "Ich darf mit einem wunderbaren Team arbeiten, konnte mich hundertprozentig in die Songs einbringen und habe zwei ganz tolle Söhne. Was will ich mehr?"
"N° 10" nennt sich Natachas neues Oeuvre. Es ist ihr zehntes Album. Gar nicht schlecht für eine Schweizer Sängerin, die einst auszog, um Schweizer Musikgeschichte zu schreiben. Als sie ihre Karriere startete, gab es weit und breit keine anderen Mundartrock-Sängerinnen, auch war die Kombination Mutter und Frontfrau einer Band längst nicht so selbstverständlich wie heute.
Natacha
Nach der Greatest Hits-CD, die vor anderthalb Jahren erschien, ist es nun Zeit, ein neues Kapitel einzuschlagen. Dass der Albumtitel auf Coco Chanels legendäres "N° 5" hinweist, ist kein Zufall. "N° 5 ist für mich immer noch das ultimative Parfüm, es ist ein Klassiker und hat auch heute noch eine fast schon magische Anziehungskraft. Ausserdem ist es ein Trademark, das man überall auf der Welt kennt." Wer weiss, vielleicht wird auch Natachas "N° 10" einst als Klassiker gehandelt. Gedanken darüber macht sich die Bernerin nicht. Sie lebt ganz im Hier und Jetzt und geniesst den Augenblick.
Davon handelt auch das neue Album, das wiederum in Zusammenarbeit mit ihrem langjährigen Kreativpartner Daniel Platisa entstanden ist. Grosse Gedanken, wie es klingen sollte, haben sich die beiden, die mit der Schwedin Jade Ell ein kongeniales Komponisten-Trio bilden, nicht machen müssen. Es war von Beginn weg klar, die legendären Würfel waren früh gefallen. Nicht umsonst nennt Natacha ihr Motto: "Alea iacta est". Die Song-Würfel hat das Triumvirat Natacha/Platisa/Ell scheinbar mühelos aus dem Ärmel geschüttelt. Ein rockiger Sound fällt auf. "Das hat auch mit meiner neuen, tollen Band zu tun, die es manchmal ganz schön krachen lässt", lacht Natacha. Ein Hardrock-Album ist "N° 10" aber nicht geworden, dafür ist die CD viel zu abwechslungsreich. Typische Popsongs haben genau so Platz gefunden wie die Natacha-Trademark-Balladen, die einmal mehr berühren und direkt unter die Haut gehen.
Alea iacta est
"Es chunnt alles so, wies chunnt" singt Natacha auf "Stärnemeer". Die Gelassenheit, die sich in diesen wenigen Worten ausdrückt, ist typisch für Natacha. Die Dinge so akzeptieren, so wie sie sind, eine Frage des Alters. Und der Reife. Auch "Frag nid würum" zielt in diese Richtung. Gleichgültigkeit ist der Emmentalerin aber nach wie vor fremd, dafür legen Songs wie "Meitli" oder "Die 7 Gebot" eindrücklich Zeugnis ab. Porträtiert Natacha auf "Meitli" einerseits einfühlsam Teenager von heute, die sich über Sex und die gefakete Glamourwelt der Mode oft zuwenig Gedanken machen, so ist "Die 7 Gebot" eine gefühlvolle Begegnung mit dem afrikanischen Schriftsteller Innocent Naki, der immer wieder mit Rassismus konfrontiert wird. Aber auch die unbefangene und unkitschige Art, wie Natacha über die Liebe singt, verblüfft einmal mehr und bringt auch harte Rockerherzen zum Schmelzen. Kein Zweifel, da ist eine Künstlerin am Werk, die sich 'gschpürig' mit Menschen und ihrer Welt auseinandersetzt.
Die Würfel sind gefallen, definitiv. "N° 10" liefert den Beweis.















